Der Bausparvertrag zum Bauen und Kaufen:

Sie möchten erst später bauen oder kaufen? Dann ist ein Bausparvertrag sinnvoll für Sie: Damit erhalten Sie ein zinsgünstiges Bauspardarlehen und profitieren von einer schnellen Zuteilung sowie einem Zinsrabatt für Bausparsummen ab 100.000 Euro. Zudem erhalten Sie von Beginn an einen festen Zinssatz und Sie bestimmen die Höhe der Rückzahlungsrate selbst. Damit ist Ihre Finanzierung über die gesamte Laufzeit zinssicher und leicht kalkulierbar.

Ihre Vorteile:

Rund die Hälfte aller Bundesbürger hat sich den Traum von den eigenen vier Wänden schon erfüllt. Das können Sie auch. Machen Sie noch heute den ersten Schritt: Mit einem Bausparvertrag kommen Sie schnell und sicher an Ihr Wohn-Ziel.

  • Heute zinsgünstiges Darlehen für die Zukunft sichern
  • Mit Zinsrabatt ab 100.000 Euro Bausparsumme
  • Schnelle Zuteilung für schnelles Wünsche-Erfüllen
  • Finanzierungen bis 100% des Beleihungswerts möglich*
  • Freie Wahl zwischen zwei Zinsvarianten
  • Individuelle Wahl des monatlichen Tilgungsbeitrages zwischen 2‰ und 12‰ der Bausparsumme
  • Sonderzahlungen und -tilgungen jederzeit möglich
  • Staatliche Förderungen

* Gilt für selbstgenutztes Wohneigentum und bei entsprechender Bonität.

 

Fördermöglichkeiten beim Bausparen

Beim Bausparen gibt es unterschiedliche Förderungen, von denen Bausparer profitieren. Diese sind teilweise davon abhängig, ob sich der Arbeitgeber am Bausparvertrag über die sogenannten vermögenswirksamen Leistungen beteiligt und wie hoch das Einkommen des Sparers ist.

  • Vermögenswirksame Leistungen (VL): Diese Leistung können Arbeitnehmer, Beamte, Soldaten, Richter und Auszubildende vom Chef erhalten. Sie beläuft sich auf maximal 40 Euro pro Monat. Für den Arbeitgeber ist die Zahlung jedoch eine freiwillige Entscheidung. Werden VL angeboten, landen diese direkt im Vertrag.

 

  • Arbeitnehmersparzulage: Fließen vermögenswirksame Leistungen in einen Bausparvertrag und liegt das zu versteuernde Einkommen des Arbeitnehmers bei maximal 17.900 Euro (Verheiratete; 35.800 Euro), zahlt der Staat bis zu 43 Euro pro Jahr (beziehungsweise 86  Euro) als Zulage aus. Bausparer beantragen die Sparzulage jährlich über die Einkommenssteuererklärung. Sie kommt ihnen nur zugute, wenn das Bauspardarlehen für wohnwirtschaftliche Zwecke genutzt wird.

 

  • Wohnungsbauprämie: Wird der Bausparvertrag wohnwirtschaftlich verwendet, haben Verbraucher Anspruch auf die Prämie. Das zu versteuernde Einkommen darf dabei nicht höher als 25.600 Euro (Verheiratete: 51.200 Euro) sein. Zudem müssen mindestens 50 Euro pro Jahr in den Vertrag fließen. Die Höhe der Prämie liegt bei 8,8 Prozent der jährlichen Einzahlungen, maximal werden dem Vertrag jedoch nur rund 45 Euro (90 Euro) gutgeschrieben.

 

  • Wohn-Riester: Beim Riester-Bausparen darf die Bausparsumme lediglich für den Bau oder Kauf von selbst genutztem Eigentum sowie für den altersgerechten Umbau verwendet werden. Sparer müssen zudem gesetzlich rentenversichert sein. Werden mindestens vier Prozente des Vorjahresbruttoeinkommens (abzüglich der zu erwartenden Zulagen) in den Bausparvertrag einzahlt, erhält der Bausparer pro Jahr 154 Euro Grundzulage vom Staat. Ab 2018 sind es sogar 175 Euro. Für jedes kindergeldberechtigte Kind fließen nochmals bis zu 300 Euro in den Vertrag. Zusätzlich lassen sich die Beiträge steuerlich absetzen, wodurch Steuervorteile möglich sind.

 

Die Zulagen fließen sowohl in der Anspar- als auch in der Darlehensphase. Dadurch ist der Bausparvertrag früher zuteilungsreif und das Bauspardarlehen kann schneller abgezahlt werden. Zu beachten sind allerdings steuerliche Aspekte, über die wir Sie gerne informieren.

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Der größte Vorteil beim Bausparen ist der Zinssatz, den Bausparer bei allen Bauspartarifen zum Vertragsabschluss garantiert bekommen. Außerdem sind Sparer in der Ansparphase relativ flexibel, auch wenn immer mehr Bausparkassen wegen der Niedrigzinsphase sehr restriktive Vorgaben der Besparung einsetzen. Ausnahme: Der Vertrag ist an eine Bank abgetreten, um später den Bankkredit abzulösen – dann werden feste Ansparraten vereinbart. Die Zinssicherheit gilt für die gesamte Vertragsdauer, egal wie langsam der Vertrag bespart wird.

Der größte Nachteil am Bausparen sind bei fast allen Bauspartarifen die hohen Abschlusskosten zu Beginn und die hohen Raten in der Tilgungsphase: Die Bausparkassen werben zwar mit niedrigen Darlehenszinsen, doch verschweigen sie fast immer, dass die Guthabenszinsen in diesem Fall quasi auf null absinken und in der Tilgungsphase damit auch eine schnelle Darlehensrückzahlung verbunden ist. Niedrige Kreditzinsen sollten aber langsam getilgt werden. Zum anderen kann man sich nicht immer auf die Aussagen der Bausparkassen bei Vertragsabschluss verlassen, was die vielen Vertragskündigungen von hoch verzinsten Bausparguthaben unterstreichen.

So war der Plan – und so war es früher auch. Doch 2005 waren die Hypothekenzinsen das erste Mal niedriger als die Bausparzinsen. Daraufhin haben die Bausparkassen angefangen, die Zinsen massiv zu senken, weil die Kunden keine Darlehen mehr abgenommen haben.

Dieser Zustand hält Ende 2015 noch weiter an. Nun ist der Gesetzgeber bereit, den Bausparkassen unter die Arme zu greifen und deren Geschäftsmodell zu retten. Je länger die Niedrigzinsphase anhält, desto unangenehmer wird es jedoch für die Bausparkassen. Da hoffen alle Kassen auf schnell steigende Hypothekenzinsen. Ob dies die endgültige Lösung für die Bausparkassen ist, steht jedoch noch nicht fest.

Die Vermutung liegt nahe, dass sie in einiger Zeit ganz normale Baufinanzierungsanbieter sein werden, die den Bausparvertrag nur noch als mögliche Variante anbieten. Bausparer auch mit Guthabenszinsen von 0,5 und 0,25 Prozent zufrieden sind, denn von den Banken erhalten sie auch keine höheren Anlagezinsen.

Bausparen ist ideal, wenn man zielgerichtet für den späteren Immobilienkauf sparen will. Dabei sollte man aber nicht unbedingt alles auf die “Bauspar-Karte” setzen.

Die Gründe: Das Bausparguthaben kann selten so zeitnah eingesetzt werden wie anderweitig angespartes Eigenkapital und die hohen Rückzahlungsraten könnten später das monatliche Budget strapazieren.

Ein weiteres Motiv fürs Bausparen können Immobilienbesitzer haben, die über den Bausparvertrag Rücklagen für spätere Renovierungen und Modernisierungen bilden wollen. Zu recht, denn das ist schon fast eine ideale Vorsorgestrategie.

Manche Bausparkasse setzt die Zinsgutschriften ins Verhältnis zur Bausparhöhe, andere Bausparkassen setzen die Summe der Einzahlungen ins Verhältnis zur Bausparhöhe. Letzteres führt naturgemäß zu einer deutlich höheren Bewertungszahl.

Das bedeutet: Die Höhe der für die Zuteilung notwendigen Bewertungszahl ist kein Vergleichsmaßstab dafür, ob eine Bausparkasse besser oder schlechter ist.

Modernisierungen stehen meist erst in ein paar Jahren an – und dann sollte alles möglichst überschaubar und sicher finanziert werden können. Die lange Sparzeit und die kalkulierte spätere Belastung sprechen fürs Bausparen.

Modernisierungen kosten selten mehr als 50.000 Euro. Wenn man das Mindestguthaben in einem Bausparvertrag von 20.000 Euro abzieht, zahlt die Kasse in diesem Fall 30.000 Euro aus. Dieser Betrag muss nicht einmal grundbuchlich gesichert werden, sondern wird als so genanntes Negativdarlehen, das bis 30.000 Euro ausmachen kann, vergeben. Das spart Kosten und Aufwand.

Von Vorteil ist gerade bei diesen Modernisierungskrediten, die oft zusätzlich zu laufenden Kreditkosten anfallen, dass Kreditzinsen und Bedingungen schon bei Vertragsabschluss fest vereinbart sind. Sollte die spätere Investition geringer ausfallen, könnte man den Bausparvertrag teilen oder nur einen Teil des Bauspardarlehens abrufen. Man muss die Höhe der späteren Investition noch nicht kennen, sollte den Vertrag aber auch nicht zu hoch abschließen. Lieber später den Vertrag erhöhen – das ist besser für die Erreichung der Bewertungszahl.

Die Bewertungszahl ist ein Kriterium für die Zuteilung des Bauspardarlehens. Das ungeschriebene Bauspargesetz lautet: Zeit mal Geld. Deshalb wird monatlich oder vierteljährlich das Bausparguthaben ins Verhältnis zur Bausparsumme gesetzt.

Das Ergebnis ist die Bewertungszahl. Je höher das Bausparguthaben anwächst, desto höher ist die Bewertungszahl.

Die Zielbewertungszahl, die mindestens für die Vertragszuteilung erreicht werden muss, kann je nach Bauspargeschäft und Verpflichtung verändert werden. Das ist in den vergangenen 20 Jahren sehr selten der Fall gewesen.